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Aktion in Grafenrheinfeld zum zehnten Jahrestag des Atomausstiegs

Umwelt

„2014 muss Schluss sein“, fordert MdB Frank Hofmann vor der Kulisse des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld. Der zehnte Jahrestag des von Rot- Grün vereinbarten Atomausstiegs war Anlass für die Aktion der UnterfrankenSPD gegen die aktuellen Regierungspläne, die Laufzeiten von Atomkraftwerken zu verlängern.

„Wir sind im kräftigen Streit mit Schwarz- Gelb“, erläutert Hofmann. Atomenergie diene alleine der Profitmaximierung der Stromkonzerne. Eine längere Laufzeit bedeutet pro Atomkraftwerk einen Zusatzgewinn von rund einer Million Euro pro Tag. Als besonders perfide sieht der Bundestags¬abgeordnete die Pläne der Koalition an, diese Gewinne als Vorschuss zu kassieren. Damit kämen spätere Regierungen nicht mehr aus den Verträgen heraus.

Im Gegensatz zu den Beteuerungen der Atomlobby sei diese Technologie alles andere als billig. Seit 1950 seien 164 Milliarden Euro an Subventionen geflossen, führt Hofmann weiter aus. Geld, das in regenerative Energien viel besser angelegt wäre. Die SPD will die Wende zu erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse. Erneuerbare Energien sind ökologisch sinnvoll und ökonomisch vernünftig, so der Bezirksvorsitzende.

Die knapp 3.000 Unterschriften aus Unterfranken nehmen Sabine Dittmar (Bad Kissingen), Karin Pranghofer (Aschaffenburg) und Volkmar Halbleib (Würzburg) für die Massenpetition der SPD Landtagsfraktion entgegen. Weitere 1300 wurden bereits nach München geschickt. Von bisher 15.000 Unterschriften kommen somit über 4.000 aus Unterfranken, freut sich Dittmar. „Breite Unterstützung für den Ausstieg aus einer hochgefährlichen Technologie“, so die SPD- Politikerin. Sie verweist auf die ungeklärte Frage der Sicherheit bei einem Terroranschlag oder Flugzeugabsturz und vor allem auf das Problem der Endlagerung des Atommülls. „Schwarz- Gelb marschiert zurück in den Atomstaat und macht Politik gegen die Mehrheit der Menschen in unserem Land, die auf Atomkraft ganz verzichten möchten.“

 
 

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