Keine Nazidemo in Marktheidenfeld am 12.4.2008

AntiFa/Migration

Nachdem schon vor einigen Wochen vom "Kameradschaftsbund Hochfranken"
ein Neo-Nazi Aufmarsch in Marktheidenfeld angekündigt war, ist jetzt bekannt geworden, dass diese Veranstaltung verschoben (nicht abgesagt) wurde.
Die Unterfranken-SPD hat in einer Resolution, die geplante, von der Stadt Marktheidenfeld, Kirchen Gewerkschaften, Schulen und Jugendverbänden unterstützten Gegenaktionen begrüßt und unterstützt

Da die Nazidemo zu einem bisher unbekannten Zeitpunkt noch stattfinden soll diese Resolution hier im Wortlaut:

Die unterfränkische SPD hat mit Sorge davon Kenntnis genommen, dass Neo-Nazis am 12. April 2008 in Marktheidenfeld einen Aufmarsch planen.

Sie begrüßt und unterstutzt die vom Stadtrat der Stadt Marktheidenfeld geplanten, von Kirchen Gewerkschaften, Schulen und Jugendverbänden unterstfitzten Gegenaktionen und schließt sich vollinhaltlich der vom Marktheidenfelder Stadtrat am 03.04.2008 einstimmig beschlossenen Resolution an:
Der Stadtrat von Marktheidenfeld verurteilt rechtsradikales Gedankengut und dessen Verbreitung in jeglicher Form!
Er begrüßt ausdrücklich, dass ein Verbot von Organisationen und Parteien, die rechtsradikales Gedankengut propagieren, betrieben wird.

Was aus Nationalismus und brauner Ideologie erwächst, ist uns allen gegenwärtig. Wohin dies rührt, hat uns die Geschichte gelehrt: Intoleranz, Fremdenhass, Diktatur, Unterdrückung und Verfolgung Andersdenkender, unermessliches Leid für Millionen.

Rechtsextremismus ist nicht zuletzt aufgrund unserer geschichtlichen Erfahrung eine Schande für unser Land, für uns alle!

Nationalistische Kräfte berufen sich auf die Grundrechte, nicht zuletzt auf die Versammlungsfreiheit. Ganz selbstverständlich nehmen sie alle Rechte der Demokratie in Anspruch, um sie zu bekämpfen.
Sie wollen die Herrschaft über die Straße und uns alle einschüchtern.

Die Stadt Marktheidenfeld und die gewählten Vertreter der Bürgerschaft stehen gemeinsam ein für Weltoffenheit, für Toleranz und für ein friedliches Miteinander.
Wir wissen uns dabei in Übereinstimmung mit unseren Kirchen und mit der gesamten Bürgerschaft.

Wir wollen hier aber nicht nur ein deutliches Bekenntnis ablegen, sondern wollen unsere gemeinsamen Überzeugungen mit Aktionen zum Ausdruck bringen und ein Zeichen gegen den Rechtsextremismus in Marktheidenfeld setzen.

Auf die Demonstration werden wir aber bewusst nicht mit einer Gegendemonstration reagieren, denn das könnte nur zu einer größeren Aufmerksamkeit der in unserem Raum völlig bedeutungslosen rechtsextremen Kräfte führen.
Nein, wir wollen uns mit unseren Aktionen bewusst abgrenzen von der rechtsradikalen Provokation auf der Straße.

Ob die Aktion der Stadt gegen die Rechten unter dem Motto „Marktheidenfeld ist bunt“ stattfinden wird, wird der presse zu entnehmen sein.

 
 
 

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