Ortsbegehung zum Tag der Menschen mit Behinderungen

Arbeitsgemeinschaften

Unsere Aktion "Barrieren und Beeinträchtigungen in Veitshöchheim aufzeigen und erfahren", anlässlich des internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen, am 06.12.13, wurde durch Wind und Schneetreiben begleitet. Aber auch ohne die Wetterbeeinträchtigung hätten wir zum Beispiel die Frühförderstelle mit dem Rollstuhl nicht erreichen können. Die zwischen den Treppenstufen laufende Rampe ist viel zu steil und auch mit zusätzlicher Hilfe nicht zu bewältigen. Abhilfe könnte durch eine flacher auslaufende Rampe, mit höchstens 6% Steigung ( gem. DIN 18024) oder einem kleinen Lift geschaffen werden. Wobei selbstverständlich der Denkmalschutz mit beachtet werden muss.

Auch das Plateau vor der Kirche kann nicht ohne zusätzliche Hilfe erreicht werden, da die vorhandene Rampe nur bis zur Kirchentür führt, danach müssen
drei Treppenstufen überwunden werden. Auch vom Haus der Begegnung ist kein Zugang möglich, auch hier sind Treppenstufen. Das Problem wird lösbar, indem ein neuer Weg durch die vorhandene Grünfläche, von der Rampe aus, auf das Plateau angelegt wird.

Die zwei Treppenstufen zum Rathaus Sitzungssaal könnten durch eine mobile Rampe überwunden werden, denn der Zugang über das Gemeindebüro ist auf Dauer nicht die Lösung.

Die Bushaltestellen sollten bei einer Umgestaltung der Kirchstraße Barrierefrei angelegt werden, damit das Aus und Einsteigen ( wenn der Bus geeignet ist) ohne Probleme von beeinträchtigten Personen bewältigt werden kann.
Eine akustische Ansage des Busfahrplanes ist für alle wichtig, die nicht an den Plan heranreichen, Sehbeeinträchtigt oder Blind sind oder auf Grund der Dunkelheit nichts mehr erkennen können. Solche Systeme sind schon im Einsatz.

Die Pflasterung des Altortes sieht zwar gut aus ( wenn sie intakt ist) stellt aber eine Beeinträchtigung für alle Personen dar, die zur Fortbewegung auf zwei oder vier Räder angewiesen sind. Ist hier ein breiterer glatt angelegter Streifen zwischen der Pflasterung möglich? Als Beispiel möchte ich Margetshöchheim angeben, wo das vor ein paar Jahren umgesetzt wurde.
Bei einer Umgestaltung ist auf abgesenkte Kantsteine und eine Orientierungshilfe für Blinde und stark sehbehinderte zu achten. Durch die Absenkung ergibt sich zwar ein Barrierenabbau für den Rollstuhl, für Blinde bedeutet diese aber ein zusätzliches Hindernis, da nicht mehr unterschieden werden kann, wo die Straße anfängt und der Gehweg aufhört.

Dies sind nur einige wenige Punkte an einem zentralen Punkt in Veitshöchheim die in der kurzen Zeit ermittelt wurden. Um Barrierfreiheit für alle herzustellen steht noch viel Arbeit an.
Ilse Hohmeier

 
 
 

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