Hochschulstandort Würzburg:Einbruch der Erstsemesterzahlen um 20 Prozent

Bildung

Was ist los mit der Uni Würzburg?
„Ein Einbruch der Erstsemesterzahlen um 20 Prozent bei bayernweit
gleichbleibenden Zahlen ist ein Sachverhalt, der alarmieren muss.“ so SPD-Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib zu den von Unipräsident Haase
veröffentlichten Zahlen zum Rückgang der Studierendenzahlen in Würzburg

Universität, Wissenschaftsministerium und die Region Mainfranken dürften diese Zahlen nicht verniedlichen, sondern eine genauer Ursachenforschung betreiben und konkrete Maßnahmen ergreifen, fordert der neu in den Landtag gewählte Abgeordnete: „Dafür ist die Universität Würzburg ein zu wichtiger Wirtschaftsfaktor für unsere Region“.
Faktoren, die mit einzelnen Studiengängen zusammenhängen, Studiengebühren in Bayern, bei gleichzeitigem Wegfall der
Zwangsbeitrages in Hessen sieht Halbleib als Hauptgrund. „Wenn sich
diese Zahlen so bestätigen, dann muss man davon ausgehen, dass die Studiengebühren den Standort Würzburg besonders schädigen.“ Durch die Nähe zur Region Rhein-Main bestehe offenkundig die Situation, dass „viele unserer klugen Köpfe aus der Region zum Studieren abwandern“. Ob die Studierenden dann nach ihrem Abschluss wieder in unsere
Region zurückkommen, sei eine offene Frage.

Nach Einschätzung Halbleibs komme man gerade in Würzburg um eine kritische Bilanz der Studiengebühren nicht vorbei. „Dass Studiengebühren gerade junge Menschen aus Arbeiternehmerfamilie vom Studium abhalten, dass ist schon länger bekannt.“ Wenn das Studiengebühren-Gefälle zwischen Bayern und Hessen nun dazu führt, dass unsere Universität für Studierende unattraktiver werden sollte, „müssen wir dringend gegensteuern.

Halbleib fordert nun zunächst das Wissenschaftsministerium und die Hochschulleitung baldmöglichst alle Zahlen für Studienanfänger in den unterschiedlichen Fächern vorzulegen um eine „umfassende Bewertung zu ermöglichen.“

 
 
 

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