Kastner und Hofmann führen Unterfranken SPD in die Bundestagswahlen

Wahlkreis

Seit Samstag steht das Team der unterfränkischen SPD für die Bundestagswahlen im kommenden Jahr fest und zeigt sich optimistisch (von links): Bernd Rützel (Gemünden), René van Eckert (Mellrichstadt), Bundestagsvizepräsidentin Susanne Kastner (Maroldsweisach), Bezirksvorsitzender und Mitglied des Bundestags Frank Hofmann (Volkach), Marion Reuther (Margetshöchheim) und Andreas Parr (Goldbach).

Die Delegierten wurden vom Bundesstaatsminister im Ministerium des Auswärtigen, Günter Gloser (Nürnberg) eingestimmt. Im nächsten Jahr, dem Jahr der Europa- und Bundestagswahlen, werde das Grundgesetz 60 Jahre alt und die Mauer fiel vor 20 Jahren. Sozialdemokratische Politiker hätten diese historischen Ereignisse mit geprägt und es gebe keinen Anlass, den kommenden Herausforderungen nicht hoffnungsfroh entgegen zu sehen.
Der Außenpolitik-Experte gab zwei wichtige innenpolitische Themenbereiche vor. Er plädierte für gesetzliche Mindestlöhne, die Menschen eine würdige Existenz sicherten und für den Ausstieg aus der Kernkraft mit der Förderung regenerativer Energiegewinnung.

Mit Blick auf die Europäische Union meinte Gloser, dass diese sich gerade in der Finanzmarktkrise und im Kaukasus-Konflikt als handlungsfähig erwiesen habe. Große Erwartungen habe er gegenüber dem neu gewählten Präsidenten der USA und hoffe, dass dieser künftig im Einklang mit der Europäischen Union für multilaterale Lösungsansätze in internationalen Krisen zu gewinnen sei.

Die SPD solle mit Zuversicht, Mut und Entschlossenheit 2009 in den schwierigen Landtagswahlkampf in Hessen einsteigen und um das Amt des Bundespräsidenten entschieden kämpfen. Danach folgten der Europa- sowie der Bundestagswahlkampf. Man solle das Gespräch mit anderen über die sozialdemokratischen Ziele für Deutschland und Europa suchen und die SPD sei gut beraten, sich weniger mit sich selbst zu beschäftigen, wie das leider in den letzten Wochen der Fall gewesen sei.

Die Delegierten legten nach Glosers Rede die Reihenfolge der unterfränkischen Bundestagskandidaten zur Eingliederung in die SPD-Landesliste für die Bundestagswahlen fest. Diese Liste wird nach dem „Reißverschlussverfahren“ paritätisch zwischen weiblichen und männlichen Bewerbern bei einem Landsparteitag erarbeitet werden.

Aus Unterfranken wurde für die Frauen auf der Liste als erstes, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Susanne Kastner aus Maroldsweisach benannt. Ihr wird die Lehrerin Marion Reuther aus Margetshöchheim als neue Kandidatin folgen.
Die Männer führt der Bundestagsabgeordnete und SPD-Bezirksvorsitzende Frank Hofmann, aus Volkach an. Von den Neubewerbern folgen ihm der Krankenpfleger Andreas Parr aus Goldbach vor dem Technischen Amtsrat bei der Deutschen Bundesbahn Bernd Rützel aus Gemünden. Die SPD-Landesliste soll durch einen weiteren Listenbewerber ohne eigenen Wahlkreis komplettiert werden. Dafür wurde der Juso-Kreisvorsitzende René van Eckert aus Mellrichstadt ergänzend nominiert.

Kerstin Westphal, unterfränkische SPD-Bewerberin für das Europäische Parlament aus Schweinfurt, erinnerte danach die Delegierten, dass die Europawahlen am 7. Juni 2009 nur noch 190 Tage entfernt seien und forderte einen leidenschaftlichen Wahlkampf. Dem schloss sich der Bezirksvorsitzende MdB Frank Hofmann in seinem Schlusswort an und hob den Beitrag der sozialdemokratischen Bundestagabgeordneten und Kommunalpolitiker um den Erhalt heimatnaher Arbeitsplätze für die Arbeitnehmer in den unterfränkischen Callcentern der Telekom gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi hervor. Der nun gefundene, größtenteils positive Kompromiss sei auch dem entschiedenen Engagement der Politiker aus den Reihen der Unterfranken-SPD zu verdanken.

 
 
 

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