Vereinbarkeit von Familie und Dienst - Infoabend in Veitshöchheim

Arbeitsgemeinschaften


ndkreisSPD) Ute Schnapp (Vors.AsF Veitshöchheim), Jasmin Kossak, Gertraud Azar

Vieles hat sich geändert bei der Bundeswehr, stellten die Frauen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) bei ihrem Treffen mit der Gleichstellungsbeauftragten Oberfeldwebel Jasmin Kossak fest.
Der informative Abend mit Frau Kossak stand in der Fortsetzung der Reihe "Frauen in Uniform" mit der sich die AsF schon seit einiger Zeit über neue Berufsbilder für Frauen informiert. Die Bundeswehr ist natürlich ein besonderer Fall, hat diese erst vor 10 Jahren nach einem Gerichtsverfahren den Frauen den Weg frei gemacht, als Soldatin zu dienen.

Inzwischen gibt es Frauenquoten in der Bundeswehr, für den Sanitätsdienst 50 % für den allgemeinen Dienst z.Z. 15% . Ganz sind die Quoten noch nicht erfüllt, (43 % bzw. 9,23 %) jedoch bemüht sich die Bundeswehr junge Frauen zu gewinnen.

Zukünftig werden, nach Abschaffung der Wehrpflicht für Männer, auch Frauen die Möglichkeit haben freiwilligen Wehrdienst von 9-23 Monate zu leisten. Hiermit wird der Weg auch für Frauen frei, eine kürzere Zeit die Bundeswehr als Arbeitgeber zu testen.

In den vergangenen 10 Jahren wurde schon viel getan, um die Bundeswehr familienfreundlich zu machen. So sorgt sich der Arbeitgeber um Kinderbetreungseinrichtungen, bietet Eltern-Kind-Zimmer in der Kaserne und nimmt Rücksicht auf den aktuellen Familienstand, z.B. bei Auslandseinsätzen.
Trotzdem wird noch einiges getan werden müssen. Schließlich werden durch den Mangel an wehrwilligen jungen Männern auch die jungen Frauen verstärkt in den Fokus von Anwerbebestrebungen rücken.

Oberfeldwebel Kossak berichtete außerdem noch von ihrem Amt als Gleichstellungsbeauftragte, das sich von gleichen Ämtern in anderen öffentlichen Diensten unterscheidet. So darf bei der Bundeswehr nur eine Frau Gleichstellungsbeauftragte sein und wird auch nur von Frauen gewählt. Sie ist jedoch zuständig für die Belange aller 12000 Soldaten, darunter 700 Frauen, die in ihrem Bereich die Probleme haben.

Insgesamt war der Abend sehr lehrreich. Frau Kossak hat es verstanden das Berufsbild der Soldatin interessant zu machen.

 
 
 

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