Stiftungsfest 1927


Reichstagswahl 1928

35jähriges Stiftungsfest - ein Höhepunkt im Leben des Ortsvereins
Am 22. Mai 1927 feierten die Veitshöchheimer mit einem gewissen berechtigten Stolz ihr 35jähriges Stiftungsfest. Der „Fränkische Volksfreund" hob dieses für bayerische Verhältnisse gewiß seltene Jubiläum besonders hervor. Zum Verständnis der damaligen Situation sollte es näher beschrieben werden: Die Programmfolge weist am Sonntagnachmittag ein Werbesingen der vier Arbeitergesangvereine Zell, Margetshöchheim, Zellingen und Veitshöchheim unter der Leitung des Dirigenten Herrn Hahn auf der Terrasse des Jagdschlößchens auf. Ordnungsmaßnahmen führen die Arbeitersamariter durch. Das eigentliche Parteifest beginnt mit einem Umzug durch die mit Fahnen geschmückten Straßen des Ortes. Den Zug eröffnen Radfahrergenossen mit einem prächtig geschmückten Wagen. Ein stattlicher Zug von Parteimitgliedern aus Veitshöchheim und der näheren und weiteren Umgebung schließt sich an. 50 Pfennig müssen für das Gartenfest, 80 Pfennig für den Festball im Gasthaus „Anker" entrichtet werden.
Der Festredner Erhard Bauer, Landtagsabgeordneter aus Nürnberg, dankt „den Alten, die mutvoll Großes wagten, denen kein Opfer zu groß war, um die Sache der Sozialdemokratie vorwärts zu treiben". Er appelliert an die junge Generation, „angesichts der reaktionären Kräfte die Errungenschaften zu schützen".
Unter den Klängen der Arbeitermusikkapelle Kist vergehen die Stunden in begeisterter Fröhlichkeit.

 
 

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