Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hatte der SPD-Ortsverein zu
einer Ausstellungsfahrt eingeladen. Nach „Vor 8000 Jahren in
Kappadokien“ in Karlsruhe ging es diesmal – organisiert und geleitet
von Ilse Feser - nach Trier zur Ausstellung „Konstantin der Große“.
War das Thema der Karlsruher Ausstellung den ersten Spuren der
Menschheit in der heutigen Türkei gewidmet, so ging es in Trier um
Konstantin den Großen, den Begründer von Konstantinopel, dem heutigen
Istanbul. Weil er die Christenverfolgung beendete und sich als erster
römischer Kaiser christlich taufen ließ, gilt Konstantin als der Kaiser
der Zeitenwende. Als Begründer des Christentums prägt er unsere Kultur
bis heute. Mit dieser großartigen Ausstellung ist er in seine ehemalige
Residenzstadt Trier zurück- gekehrt.
Konstantin sah sich auch als Kirchenoberhaupt und wirkt noch bis heute
in unseren Alltag dadurch hinein, dass er den arbeitsfreien Sonntag
einführte. Ebenso legte er Weihnachten auf den 24. Dezember fest. Somit
versöhnte er die Religionen, weil der
25. Dezember als der Geburtstag des Sonnengottes Sol begangen wurde,
und so beide Feiertage zusammengelegt wurden. Auch das Osterfest
verdankt ihm seine Festsetzung.
Die Hauptausstellung war im Rheinischen Landesmuseum zu sehen. Museen
aus der ganzen Welt hatten die wertvollsten Exponate für diese
einigartige Schau zur Verfügung gestellt. Weitere Ausstellungsstätten
waren das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum sowie das Stadtmuseum
Simeonsstift. Allerdings war es nicht zu bewältigen alle drei
Ausstellungen an einem Tag zu sehen. Den meisten Teilnehmerinnen und
Teilnehmern reichten die überwältigenden Eindrücke der
Hauptausstellung.
Dank des strahlenden Herbstwetters konnte die übrige Zeit dazu genutzt
werden, die kulturhistorisch eben falls gigantische Stadt Trier zu
erleben.
Die Fahrt wurde in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für
deutsch-türkische Freundschaft durchgeführt und bei passender
Gelegenheit wird es sicher auch im nächsten Jahr weitere Kooperationen
geben!