Radermacher, Halbleib und Schneider besuchen AWO Kindergarten

Soziales


M.Goßmann, I.Schinagl, V. Halbleib, B.Will, E.Fleischer, G.Azar, K.Goll, H.Götz, K. Radermacher, M. Schneider,

AWO beklagt höhere Belastungen und unsichere Bezahlung des Personals.
Auf Einladung der SPD-Frauen im Landkreis (ASF) kamen die Landtagsabgeordnete Karin Radermacher und die Landtagskandidaten Volkmar Halbleib und Marco Schneider in den AWO Kindergarten "Das Starke Kinderhaus" nach Veitshöchheim um sich nach der Praxis der Kinderbetreuung nach der Gesetzesänderung durch das BayKiBiG vor drei Jahren zu erkundigen .

Die vom neuen Bayerischen Kinderbetreuungsgesetz gewünschte Flexibilität wird auf dem Rücken der Kindergartenträger und vor allem des Personals in den Kindergärten und Krippen ausgetragen. Zu diesem Schluss kamen die SPD-Politiker und die SPD-Frauen des Landkreises Würzburg

Brigitte Will, Geschäftsführerin der AWO Veitshöchheim, und Ingrid Schinagl, die Vorsitzende der AWO, legten dar, dass die Kindergärten gerade in Zeiten zurückgehender Kinderzahlen mit dem Rücken an der Wand kämpften.

Die Zeiten sind härter geworden. Während 1999 nur 12 Kinder an einem Mittagstisch teilgenommen hätten und ca. 10% der Mütter berufstätig waren, sind es heute 62 Kinder, die in der Einrichtung zu Mittag äßen.
95 % der Mütter seien heute berufstätig.

25 MitarbeiterInnen sind bei der AWO Veitshöchheim und ihren 5 Einrichtungen (Kindergarten, Hort,Offene Ganztagsschule, Jugendsozialarbeit, Mittagsbetreuung) angestellt.

Nach der Einführung des BayKiBiG seien die Verträge der Angestellten von Vollzeit in Teilzeit umgewandelt worden. Dabei arbeiten die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen eine Sockelarbeitszeit von 25 Stunden/pro Woche.
Durch die verlängerten und flexibleren Öffnungszeiten ist es kaum mehr möglich Arbeitszeiten auf längere Zeit zu planen.
Bedingt durch die ohnehin schon schlechte Bezahlung von Erzieherinnen (viel davon SozialpädagogInnen und FRAUEN!) sind heute kaum noch Erzieherinnen in der Lage ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Der krasseste Fall ist der einer Kinderpflegerin, die neben 30 Stunden Arbeit noch ALGII in Anspruch nehmen muss.

Probleme gibt es auch mit dem Anstellungsschlüssel 1:10, der kaum einzuhalten ist. Qualifizierte Mütter, die früher beschäftigt werden konnten, dürfen nun nicht mehr im Kindergarten arbeiten.

Will bedauerte, dass die Kinderbetreuungseinrichtungen nach Einführung des BayKiBiG sich zunehmend in einen permanenten Konkurrenzkampf befänden.

Schwierig wird es in den kommenden Jahren in den kleineren Orten.
Kleinere Kindergärten sind kaum in der Lage die Flexibilsierung durch das BayKiBiG personell und finanziell aufzufangen.

Ein weitere Probleme sind die Vorfinanzierung der Kosten, speziell durch die verzögerte Festsetzung des Basiswertes

Auf Nachfrage schilderte Brigitte Will den Ablauf von Sprachvorkursen, die nun in Bayern verpflichtend zur Einschulung vorgesehen sind.
Obwohl der gesunde Menschenverstand vermuten würde, die Sprachvorkurse seien für Kinder, die in ihrer Sprachentwicklung verzögert seien, mussten wir erfahren, dass das einzige Kriterium für die Teilnahme die Einstufung als Migrant ist. Kinder deren Eltern in Deutschland geboren sind, perfekt Deutsch sprechen jedoch einen ausländischen Pass besitzen nehmen an den Sprachvorkursen teil.
Kinder bei denen z.B. nur ein Elternteil Ausländer ist, oder auch Kinder deutscher Nationalität, deren Ausdrucksfähigkeit nicht zum Schulbesuch befähigt, dürfen an den Kursen nicht teilnehmen!

Obwohl Befürworter des beitragsfreien Kindergartenjahrs mussten die Politiker der Tatsache ins Auge sehen, dass die Einführung desselben sicher noch einmal zu einer Verschlechterung der Situation führen kann. Beim beitragsfreien Kindergartenjahr, mit dem sich mittlerweile auch die CSU anfreunden kann, wird die Finanzierung entweder durch den Freistaat oder durch die Kommunen (oder durch beide ) getragen. Bei den bisherigen Erfahrungen ist zu erwarten, dass vor allem der Staat hier wieder Einsparungen vornehmen wird.

Der AWO Kindergarten hat angebaut und muß noch einiges tun. Wie Ingrid Schinagl ausführte habe sich der Eigenanteil an den Baukosten mehr als verdoppelt und betrage nun ca. 70 tsd €.

Volkmar Halbleib, der anlässlich seiner Nominierung zum Landtagskandidaten versprochen hatte, Gewicht zu verlieren und für jedes verorene Kilo 100 € zu spenden nahm deshalb den Besuch zum Anlass schon für 2 seiner inzwischen vielen verlorenen Kilos dem AWO Kindergarten eine Spende in Höhe von 200 € zu überreichen.

Wer den AWO-Kindergarten unterstützen möchte kann sich an der Spendenaktion der AWO beteiligen.

denn ....
die Farbe fehlt …
… und ……………………………… das Geld fehlt …
… für den Putz … … für das Dach … für den Fußboden …
… für die Möbel … … für die Küche …
… für den Hausaufgabenraum der Schulkinder …
… für die Kleinsten ein Spiel- und Kletterpodest …
… für mehr Bewegung mit der Vario-Kletter-Schaukelanlage …
… für den Wasser-, Matsch- und Planschraum …

 
 
 

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