
Wir bieten an:
Samstag 28.6.2008
Fahrt nach Nürnberg, Besuch des Schwurgerichtssaals 600, Besuch des Dokumentationszentrums mit Führungen.
Führung in der Ausstellung "BilderLast. Franken im Nationalsozialismus"
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Wir bieten an:
Samstag 28.6.2008
Fahrt nach Nürnberg, Besuch des Schwurgerichtssaals 600, Besuch des Dokumentationszentrums mit Führungen.
Führung in der Ausstellung "BilderLast. Franken im Nationalsozialismus"
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Abfahrt ist alternativ ab Veitshöchheim mit der Bahn um 9:52 Uhr oder ab Würzburg um 10:40 Uhr.
Um 13:00 Uhr werden wir an einer Führung im Schwurgerichtssaal 600 teilnehmen. In diesem Schwurgerichtssaal fanden die NÜrnberger Prozesse statt. Er wird von der Nürnberger Justiz heute nöch genutzt und ist deshalb nur beschränkt zugänglich.
Um 15:00 Uhr werden wir an einer Führung im Dokumentationszentrum teilnehmen. Wir haben die Möglichkeit die Ausstellung "BilderLast. Franken im Nationalsozialismus" zu sehen. Für diese Ausstellung gibt es nur sehr beschränkt öffentliche Führungen. Ein Fokus auf Unterfranken ist möglich.
Anschliessend besteht sie Möglichkeit noch das Dokumentationszentrum mit Audioguide zu durchstreifen.
Kosten mit Bahnfahrt, Eintritten und Führungen: 20 €
Anmeldung unter : Tel. 95380 oder info@spd-veitshoechheim.de
Allgemeines zum Schwurgerichtssaal 600
Am 20. November 1945 begann im eigens umgebauten Schwurgerichtssaal 600 des Nürnberger Justizpalastes der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. 21 Vertreter des nationalsozialistischen Regimes mussten sich auf der Anklagebank in Nürnberg wegen ihrer Verbrechen gegen Frieden und Menschlichkeit verantworten.
Organisatorisch stellte der Prozess alles bisher Dagewesene in den Schatten. In dem 218 Tage langen Verfahren hörte das Gericht 240 Zeugen und prüfte über 300.000 eidesstattliche Erklärungen.
Nach elf Monaten wurden im Oktober 1946 die Urteile im Internationalen Hauptkriegsverbrecherprozess verkündet, ein Meilenstein in der Geschichte des Völkerrechts. Den anschließend wieder in den Ursprungszustand zurückgebauten Saal nutzt das Landgericht Nürnberg-Fürth bis heute für Verhandlungen des Schwurgerichts.
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Diese Geschichte heutigen und kommenden Generationen zu vermitteln, ist seit dem Jahr 2001 Aufgabe des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände. Es versteht sich selbst nicht als Gedenkstätte, sondern vielmehr als ein Erinnerungs- und Lernort, der anhand seiner Spezifika seinen Beitrag zu einem besseren Verständnis der Ursachen, Zusammenhänge und Folgen der NS-Gewaltherrschaft leisten möchte. In der Ausstellung "Faszination und Gewalt" erschließen vielfältige Materialien die Hintergründe und Strukturen, die besonders in den Anfangsjahren des Regimes zu Massenbegeisterung und kultischer Verehrung von Hitler geführt haben.
BilderLast. Franken im Nationalsozialismus
Über zweijährige Recherchearbeiten zu den Jahren 1933-1945 in den Archiven Frankens haben seltenes Material an das Tageslicht befördert, von Farbfotoserien bis hin zu privaten Filmaufnahmen. Sie spiegeln Alltagsleben und öffentliche Machtdemonstration in ihrer gegenseitigen Durchdringung. Zum Beschaulichen gesellt sich aber schnell die Bösartigkeit, wenn es ebenfalls um den abgelichteten Umgang mit den jüdischen Mitbürgern geht: Bei der offiziellen Dokumentation der "Evakuierung" genannten Deportationen, aber schon längst vorher in dem Gafferblick auf öffentlich vorgeführte "Rassenschänder" oder über drei Hausdächer hinweg auf die brennende Synagoge.
Die Ausstellung "BilderLast. Franken im Nationalsozialismus" kratzt gewissermaßen an diesem Bilderberg und illustriert Alltag und Entwicklung der Region im "Dritten Reich". In einer entsprechend konzipierten Bilderwelt dokumentiert sie zum erstenmal das Erscheinungsbild des Nationalsozialismus in den damaligen drei Regierungsbezirken Ober-, Mittel- und Unterfranken zusammenfassend in einer ungewöhnlichen Präsentation.